Lily Allen | Reissues auf kristallklarem Vinyl
Lily Allens erste vier Alben – „Alright, Still“, „It's Not Me, It's You“, „Sheezus“ und „No Shame“ – werden nun endlich als wunderschöne neue 140g-Versionen auf kristallklarem Vinyl wiederveröffentlicht.
Es ist schon lange her, dass diese Alben auf Vinyl erhältlich waren, und insbesondere das Debütalbum „Alright, Still“ ist heute auf dem Gebrauchtmarkt sehr gefragt.
Die vier Vinyl-LPs sind eine natürliche Erweiterung von Lily Allens großartigem Comeback-Album „West End Girl“ aus dem Jahr 2025.
Die Geburt einer Indie-Pop-Ikone: "Alright, Still" (2006)
Das Debütalbum von Lily Allen, "Alright, Still", schlug ein wie ein lebhafter Cocktail aus jamaikanischem Ska, Reggae und Hip-Hop – alles gefiltert durch die Linse einer schlagfertigen, beobachtungsstarken Londonerin. Angeführt von der Chart-Hymne "Smile" und dem sonnendurchfluteten "LDN", war das Album ein gewaltiger kommerzieller Erfolg, wurde im Vereinigten Königreich mit Vierfach-Platin ausgezeichnet und verkaufte sich weltweit über 2,6 Millionen Mal. Damals feierten Kritiker sie als Original und lobten den umgangssprachlichen, schwarzen Humor ihrer Texte. "Alright, Still" gilt heute als tragende Säule der britischen Kultur der Mitte der 2000er Jahre. Zusammen mit Amy Winehouses "Back to Black" und Adeles "19" wird es als Teil einer Trifecta einzigartiger Frauenstimmen betrachtet, die eine Ära klanglich definierten. Ein moderner Klassiker, der für seine luftige "Summer Fling"-Energie geliebt wird, hinter der sich eine schärfere, zynischere Note verbirgt.
Den Schliff verfeinert: "It's Not Me, It's You" (2009)
Nach einer Phase intensiver Beobachtung durch die Boulevardpresse kehrte Allen mit "It's Not Me, It's You" zurück – einer Platte, die die organischen Bläser ihres Debüts gegen einen eleganten, synthielastigen Elektropop-Sound eintauschte. Produziert von Greg Kurstin, debütierte das Album auf Platz eins in Großbritannien und Australien. Es brachte globale Hits wie "The Fear" hervor – eine bissige Kritik an Konsumismus und Ruhm – sowie das kontrovers diskutierte "Fuck You". Die Platte war ein reiferes Werk, das Themen wie Religion, Drogenkultur und gesellschaftliche Doppelmoral ansprach. Von Fans wird es oft als Allens geschlossenstes Werk bezeichnet und war das Album, das bewies, dass Allen mehr als nur eine Eintagsfliege aus der MySpace-Ära war.
Die Identitätskrise: "Sheezus" (2014)
Nach einer fünfjährigen Pause, um sich auf ihr Privatleben zu konzentrieren, veröffentlichte Allen 2014 "Sheezus". Obwohl es im Vereinigten Königreich auf Platz eins debütierte, wurde das Album eher gespalten aufgenommen. Mit einer Mischung aus Bubblegum-Pop und satirischem R&B waren Tracks wie "Hard Out Here" als feministische Kritik gedacht, lösten jedoch heftige öffentliche Debatten und Twitter-Fehden aus. Allen hat diese Zeit rückblickend als eine Phase beschrieben, in der sie sich "verloren" fühlte, und gab zu, dass sie es dem Label erlaubte, ihre Offenheit auf eine Weise zu kommerzialisieren, die sich für ihre Psyche unauthentisch anfühlte. Während Allen selbst dem Projekt kritisch gegenübersteht, finden heutige Neubewertungen oft "Meisterwerke" in der Trackliste, wie den Titeltrack und "Air Balloon", und betonen, dass ihr Talent für einen "Killer-Tune" selbst in ihrer kommerziellsten Ära intakt blieb.
Das rohe Meisterwerk: "No Shame" (2018)
Mit der Rückkehr zu ihren Indie-Wurzeln war "No Shame" eine deutliche Abkehr vom maximalistischen Pop des Vorgängers. Als intime, zurückhaltende Erkundung von Scheidung, Substanzmissbrauch und mütterlichen Schuldgefühlen war das Album eine Reaktion auf die Boulevardmedien, wobei Allen die volle Kontrolle über ihre eigene Geschichte übernahm. Obwohl es nicht die Chart-Spitzenwerte ihrer früheren Werke erreichte, wurde es von der Kritik gefeiert und für den Mercury Prize nominiert. Viele Kritiker und Fans betrachten "No Shame" heute als Allens wahres Meisterwerk.