Bright Eyes | Five Dice, All Threes
„Five Dice, All Threes“ ist eine Platte von ungewöhnlicher Intensität und Zärtlichkeit, gemeinschaftlichem Exorzismus und persönlicher Ausgrabung. Das sind natürlich Qualitäten, die die Fans nach fast drei Jahrzehnten Karriere von Bright Eyes erwarten. Die eingeschworene Band aus Conor Oberst, Mike Mogis und Nate Walcott neigt dazu, in deutlich erkennbaren, mitreißenden Bewegungen zu agieren: jede einzigartig in ihrem Sound und ihrer Geschichte, aber vereint durch einen Sinn für Ehrgeiz und immer größer werdende emotionale Einsätze. Selbst mit dieser reichen Geschichte im Rücken verströmen diese neuen Songs eine instinktive Spannung wie nichts, was sie zuvor versucht haben. Oberst hat immer mit einer Stimme gesungen, die ein Gefühl von Leben-oder-Tod-Schwere vermittelt. Während des gesamten Albums „Five Dice, All Threes“ macht man sich vielleicht manchmal Sorgen um ihn; an anderen Stellen scheint er der Einzige zu sein, der die Klarheit hat, uns aus diesem Schlamassel herauszuholen.
Auf dem selbstproduzierten Album „Five Dice, All Threes“ widmen sich Bright Eyes der schwer fassbaren Qualität, die sie über Generationen und Genres hinweg so beständig und einflussreich gemacht hat, und bringen ihren hausbackenen Sound aus einem Schlafzimmer in Omaha einem treuen Publikum auf der ganzen Welt.
Dieses Mal lädt die Band solche gleichgesinnten Stimmen ein, mit ihnen auf der Platte zu erscheinen, mit bemerkenswerten Gastauftritten von Cat Power („All Threes“), Matt Berninger von The National („The Time I Have Left“) und Alex Orange Drink, dem Frontmann der New Yorker Punkband The So So Glos, der mehrere Songs mitgeschrieben hat und eine entscheidende Strophe im wogenden „Rainbow Overpass“ beisteuert. Trotz dieser Bandbreite an Kollaborateuren ist Five Dice, All Threes so bekennend und unbefangen, wie Oberst seit Jahren nicht mehr geklungen hat.