Thom Yorke
Thom Yorke zählt zu den markantesten und innovativsten Persönlichkeiten der modernen Rock- und Alternative-Musik – sowohl als Bandleader als auch als Solokünstler. Im Folgenden finden Sie unsere vollständige Auswahl seiner von der Kritik gefeierten Soloalben.
Als Frontmann, Songwriter und kreatives Zentrum von Radiohead hat Thom Yorke die Klanglandschaft für Generationen von Musikern und Musikliebhabern maßgeblich geprägt. Sein charakteristischer Falsettgesang, sein experimenteller Kompositionsstil und seine kompromisslose künstlerische Vision haben ihn weit über die Alternative-Szene hinaus zu einer Referenzgröße gemacht.
Der Durchbruch gelang Anfang der 1990er-Jahre mit Radiohead, deren Debütalbum „Pablo Honey“ (1993) – angeführt vom Megahit „Creep“ – die Band im Nu weltweit bekannt machte. Doch erst mit den folgenden Veröffentlichungen definierten Thom Yorke und Radiohead das Rockmusik-Genre grundlegend neu. In einer kreativen Wende erweiterte die Band mit dem Nachfolger „The Bends “ (1995) ihr emotionales und musikalisches Spektrum, während „OK Computer“ (1997) bis heute als eines der einflussreichsten Alben der Rockgeschichte gilt. Es ist bekannt für seine thematische Tiefe und seine bahnbrechende Produktion, die den Weg für ein neues Verständnis der Verschmelzung von Rock und elektronischer Musik ebnete.
In den 2000er-Jahren vollzogen Yorke und Radiohead mit „Kid A“ und „Amnesiac“ einen weiteren kreativen Quantensprung. Elektronische Musik, Jazz und Avantgarde flossen so radikal in den Sound der Band ein, dass viele ihrer ursprünglichen Fans sich abwandten. Der Bruch mit den Konventionen des Rock war schlichtweg zu bedeutend. Dieser Innovationsdrang setzte sich jedoch auch in späteren Veröffentlichungen wie „In Rainbows“ (2007) fort, das musikalisch und vertrieblich völlig neue Maßstäbe setzte und heute von vielen treuen Fans als ihr bestes Album gilt.
Als ob seine ständigen Innovationen bei Radiohead nicht genug wären, hat Thom Yorke parallel dazu auch diverse Neben- und Soloprojekte verfolgt. Mit Atoms For Peace – in Zusammenarbeit mit Flea und anderen – tauchte er auf dem Album „Amok “ (2013) tiefer in rhythmusbasierte elektronische Musik ein. Später gründete er mit Jonny Greenwood und Schlagzeuger Tom Skinner The Smile , ein Projekt, das allen drei Mitgliedern als kreatives Ventil diente und innerhalb weniger Jahre drei herausragende Alben hervorbrachte. Als Solokünstler hat Yorke mit den Veröffentlichungen „The Eraser“, „Tomorrow’s Modern Boxes “ und „Anima“ auf sich aufmerksam gemacht. In seiner Solokarriere erkundet er eine minimalistischere und explizitere elektronische Klangwelt.
Aber warum dabei aufhören? Warum nicht mal eine Karriere als Filmkomponist ausprobieren? Seit Radioheads „A Moon Shaped Pool “ (2016) hat Yorke eine zentrale Rolle in Filmen wie Luca Guadagninos „ Suspiria“ (2018) gespielt, wo er einen atmosphärischen und preisgekrönten Soundtrack beisteuerte, sowie in „Confidenza“.
Nur wenige Musiker können von sich behaupten, so viele – und so vielseitige – musikalische Meilensteine erreicht zu haben wie Thom Yorke. Ein Künstler, der die Grenzen der Popmusik immer wieder erweitert hat.