Sigh | GOH-KA
Das epische neue Studioalbum der langjährigen japanischen Metal-Pioniere, mit einem Gastauftritt von Mikael Åkerfeldt von Opeth.
Die japanischen Metal-Pioniere Sigh wurden 1989/1990 gegründet. Ihr genre-klassisches Black Metal-Debüt ‚Scorn Defeat‘ erschien 1993, und mit einer darauffolgenden Reise durch das Merkwürdige und Psychedelische, die eine ganze eklektische Mischung aus Genre-Stilen und Ideen während ihrer Karriere integriert, ist Sigh eine vitale kreative Kraft im Avantgarde-Bereich geblieben, während sie ihre Old-School-Wurzeln bewahrt haben, wie auf dem Album von 2022 (und dem ersten für Peaceville Records), ‚Shiki‘, bezeugt. Dem folgte die Neuaufnahme ihres Albums ‚Hangman’s Hymn‘ als Teil der 35-jährigen Jubiläumsfeierlichkeiten der Band, in Form von ‚I Saw The World’s End: Hangman’s Hymn MMXXV‘ (2025).
Frontmann Mirai Kawashima bemerkt, dass das neue Album ein ebenso persönliches Album wie ‚Shiki‘ ist, sowohl musikalisch als auch textlich. Aus musikalischer Sicht würde man, wenn man die Hauptzutaten von Celtic Frost, Voivod, Black Sabbath, Horrorfilmen und Japan in einen Kessel gäbe und umrühren würde, ‚Goh-ka‘ erhalten. Zahlreiche weitere Gewürze wie Psychedelic Rock, Prog Rock und klassische Musik sind während der fast einstündigen Dauer des Albums ebenfalls deutlich erkennbar.
Das Hauptthema, das das Album durchdringt, ist Kuso-zu; eine Reihe buddhistischer Gemälde oder Illustrationen, die die neun Stadien der Verwesung eines menschlichen Körpers nach dem Tod darstellen, erschaffen, um zur Meditation über die Vergänglichkeit des Lebens, die Unvermeidbarkeit des Todes und die Loslösung von physischer Schönheit und weltlicher Bindung anzuregen. Es zeigt offen die harte Realität, dass, egal wie schön man ist, man früher oder später tot und verrottet sein wird. Und Kuso-shi ist ein Gedicht, das auf diesen Gemälden basiert. Die Kunstwerke auf dem Cover und im Booklet von ‚Goh-ka‘ sind daher Kuso-zu an sich.
Unter den weiteren Mitwirkenden des Albums liefert Mikael Åkerfeldt von Opeth bemerkenswerterweise ein besonderes Gastgitarrensolo auf dem Track ‚Unputenpu‘.